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Diesen Reisebericht widme ich meinem Freund Yoshua.
Er war es, der mich, als ich wegen vermeintlich fehlender Kondition Zweifel hatte, diese Reise in den Himalaya machen zu können, ermutigt hat, doch zu buchen. Leider ist Yoshua ausgerechnet an jenem Tag, zu jener Stunde, als ich in Frankfurt auf dem Rollfeld im Flugzeug sitzend auf die Starterlaubnis wartete, nach langer geduldig und mutig ertragener Krankheit gestorben. Noch wenige Tage vorher im Krankenhaus, habe ich ihm versprochen, dass er der Erste sein würde, dem ich nach meiner Rückkehr von meinen Erlebnissen berichten würde. Leider war das nicht mehr möglich. Aber ich möchte es auf diesem Wege hiermit nachholen.
Reisebericht zur zwanzigtägigen Nepalreise für Einsteiger 2007
NAMASTE,
das ist das nepalesische Wort für „Guten Tag“ und auch für „Auf Wiedersehen“. Es wird also nicht nur zur Begrüßung, sondern auch zur Verabschiedung verwendet. Und so wurden wir neun Leute, aus der unsere kleine Reisegruppe bestand - Heinrich, Uschi, Hedi, Petra, Anke, Bodo, Lisa, Joachim und ich - in Kathmandu am Flughafen von unserem Guide Sonam Sherpa und seinen Leuten ausgesprochen freundlich begrüßt... Aber alles der Reihe nach.
Die Anreise von Leverkusen Opladen mit dem Zug nach Frankfurt, von dort mit Qatar Airwais über Doha in den Vereinigten Arabischen Emiraten und weiter bis nach Kathmandu, war für mich, der Fernreisen nicht so gewohnt ist, reichlich anstrengend. Auch die Einreiseformalitäten wie z.B. die Abwicklung bei der Visaerteilung in Kathmandu am Flughafen waren langwierig und nervenaufreibend. Da halfen auch die perfekten Vorbereitungen von Heinrich, unserem Reiseleiter und Organisator, nicht weiter. Wir mussten uns erst einmal mühsam mit Hunderten anderen Reisenden schwitzend zur Passabfertigung durchkämpfen. Das hat ca. zwei Stunden gedauert, weil es in Kathmandu offensichtlich nur einen Visastempel und einen Unterschriftsberechtigten gab.
Aber alles das war schnell vergessen, nachdem wir von unserer nepalesischen Reiseleitung zur Begrüßung einen Blumenkranz umgelegt bekamen und mit einem freundlichen NAMASTE willkommen geheißen wurden.
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| Rikscha- und Motorradfahrer. Vergangenheit und Zukunft gemeinsam auf den Straßen von Kathmandu |
Das Gepäck wurde Ruck Zuck auf einen eigens für uns gemieteten Kleinbus verfrachtet. Und ab ging die Fahrt, für mich ungewohnt, auf der linken Straßenseite durch das vormittägliche Verkehrsgetümmel auf holprigen und staubigen Straßen mit viel Gehupe und Lärm zu unserem Hotel „Tibet Guest House“ im Stadtteil Thamel.
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen und uns erst einmal etwas ausgeruht hatten, sind wir am Nachmittag zu einem kleinen Stadtbummel aufgebrochen.
Ich war beeindruckt von dem chaotischen Verkehrsgewühle bestehend aus Autos, Motorrädern, Mopeds, Fahrrädern, Fahrradrikschas, Lastenträgern und Fußgängern. Wobei sich jeder von denen auf seine eigene Weise durch irgendwelche Geräusche, sei es durch hupen oder klingeln, bemerkbar machte. Für mich zunächst unverständlich, mit offenem Mund von mir staunend betrachtet, kamen jedoch alle unbeschadet aneinander vorbei und letztendlich offensichtlich auch an ihr Ziel. Auch dem hoffnungslos überforderten Verkehrspolizisten mit Atemschutzmaske, der mitten auf der Kreuzung wild mit den Armen gestikulierend umhersprang und doch meiner Ansicht nach von niemandem beachtet wurde, ist auf wundersame Weise nichts schlimmes passiert. Um dem schon perfekten Chaos die Krone aufzusetzen, lag zu allem Überfluss mitten auf der Hauptverkehrsstraße, sich ihrer Heiligkeit voll bewusst, eine Kuh und sonnte sich auf dem warmen Asphalt.
An den folgenden beiden Tagen haben wir im Kathmandutal die Tempelanlage im Dubar Square, die Königsstadt Patan, die buddhistische Tempelanlage Swajambunath, die hinduistische Tempelanlage Pashupatinath, sowie der größte Stupa Nepals, Bodhnath besichtigt. Für meinen Geschmack, etwas zu viel geballte Kultur, die zwar sehr beeindruckend aber aufgrund ihrer Vielfalt nicht einfach zu verdauen war. Da kam das abendliche Nepali Essen und das Everest-Bier in dem typisch nepalesischen Restaurant mit den anschließenden kulturellen Tanzdarbietungen, von hübschen Nepalesinnen in gemütlicher Atmosphäre vorgeführt, zur Entspannung gerade recht.
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| Sadhus bereit für ein Foto. Sie sind tief religiös und leben äußerst asketisch |
Am 4. Tag sind wir dann mit unserem Kleinbus zum ca. 180 km entfernten Royal Chitwan Nationalpark gefahren. Auf der Fahrt dorthin begegneten mir die abenteuerlichsten Fahrzeuge, die ich je gesehen habe. Bunt bemalte Lkws und Busse mit Leuten die auf dem Fahrzeugdach saßen, oder die sich an den Seiten festklammernd an den Fahrzeugen hingen, fuhren in einer dicken Staubwolke vor uns her, oder kamen uns hupend entgegen. Die Fahrer der Fahrzeuge mussten entweder Röntgenaugen haben, oder um die Ecke gucken können, denn es wurde auch in unübersichtlichen Kurven, oder an Bergkuppen und davon gab es jede Menge- überholt. Und nichts, o Wunder, ist passiert.
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| Lokaler Bus auf dem Highway zwischen Kathmandu und Pokhara. Für jeden gibt es einen Platz |
Der Royal Chitwan Nationalpark liegt in einem naturgeschützten subtropischen Dschungelgebiet nahe der indischen Grenze. Um zu unserem Dschungelcamp, den „Temple Tiger Jungle Lodges“ zu kommen, wurden wir von Rangers abgeholt und mit Ruderboote über den Fluss Naravani (Sapt Gandaki) gebracht. Auf der anderen Flussseite angekommen, gab es erst einmal zur Begrüßung einen Erfrischungsdrink. Den konnten wir auch gut gebrauchen, denn das schwülwarme Klima machte uns ganz schön zu schaffen. Anschließend ging es mit Jeeps durch den Urwald zum Camp. Das Dschungelcamp besteht aus ca. 10 auf Pfählen stehenden Doppelbungalows aus Holz, einem hervorragenden Restaurant und einem Pavillon mit Bar und einem Grillplatz. Die Unterkünfte sind sauber und funktionsgerecht ausgestattet und dank Moskitonetze an allen Türen und Fenstern, mückenfrei. Wichtig wegen der Gefahr der Malariaansteckung. Als wir dort um ca. 15 Uhr ankamen, wartete man schon mit einem leckeren Mittagessen auf uns. Kaum dass wir unsere Unterkünfte bezogen hatten, saßen wir auch schon am späten Nachmittag im Korb auf dem Rücken der Elefanten und streiften durch hohes Elefantengras, Sumpfgelände und Urwald. Während die Sonne langsam unter ging, konnten wir Panzernashörner aus unmittelbarer Nähe beobachten und fotografieren. Außer dem mehr oder weniger lauten Abendgesang der Vögel, war nur das gleichmäßige Stampfen der Elefanten zu hören. Vor Begeisterung und freudiger Ergriffenheit, traute sich niemand auch nur einen Mucks von sich zu geben. Und mir kamen die Worte, mit denen ein Rheinländer eine solche Situation treffend beschreiben würde in den Sinn „Ich künnt vor lauter Jlück krische“ (Ich könnte vor lauter Glück weinen).
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| Auf dem Rücken von Mama Elephant durch die Savanne im Terrai. Das Kind - 6 Jahre alt- immer dabei |
Das war nun im Gegensatz zum chaotischen Treiben in Kathmandu-City - wieder meine Welt, die ich mit zunehmender Begeisterung wahrnehmen und genießen konnte. Und so verbrachten wir zwei wunderschöne Tage mit Elefantenreiten, Bootfahren, Dschungelwanderung, Vortrag über Elefantendressur und einem Dia-Vortag über Flora und Fauna dieser Region. Es war für mich ein unbeschreiblich schönes Erlebnis, das ich nie vergessen werde.
Am nächsten Morgen, in aller herrgottsfrühe um 5 Uhr, habe ich Heinrich geweckt und wir haben am Seeufer im Morgengrauen das Erwachen der Natur und den Sonnenaufgang beobachtet.
Nach dem Frühstück hat unsere Gruppe um ca. 8:30 Uhr das Camp wieder verlassen um nach Lumbini, der Geburtsstätte Buddhas zu fahren. Gegen Mittag kamen wir in unserem Hotel „Buddha Maya Garden“ an.
Um uns für den Besuch in der ganz in der Nähe gelegenen riesig großen Tempelanlage zu stärken, haben wir uns eine Kleinigkeit zu Essen bestellt. War auch alles prima und hat auch gut geschmeckt. Bis auf Lisas Salatteller, auf dem sich eine lebende Kakerlake verirrt hatte. Sie rannte immer am Tellerrand entlang und wollte sich partout nicht vertreiben lassen, sodass ich kurzerhand die dreiste Küchenschabe samt Teller, dort wo sie herkam, wieder zurück in die Küche brachte. Der Kommentar des Küchenchefs war nur „O my God“, wobei mir nicht so ganz klar war, ob er die peinliche Situation meinte, oder unsere pingelige Anstellerei wegen solch einer Kleinigkeit. Oder vielleicht war er auch nur froh, dass sein kleiner Ausreißer wohlbehalten wieder zurück war und wir Banausen ihm nicht den Garaus gemacht haben.
Weil der Religionspark, in dem viele Länder dieser Welt ihre buddhistischen Tempel und Klöster errichtet haben, flächenmäßig sehr groß ist, haben wir uns jeweils zu zweit mit einer Fahrradrikscha fahren lassen. Das Problem war nur, dass wir Gegenwind hatten und zwar von solcher Heftigkeit, dass sich die Rikschafahrer mit aller Kraft in die Pedale stemmen mussten, aber trotzdem kaum von der Stelle kamen. Alsdann sprangen die armen Kerle ab und schoben uns gegen den immer heftiger werdenden Wind, um uns ans Ziel zu bringen. Am liebsten wäre ich ebenfalls abgesprungen, um den Männern beim schieben zu helfen. Ein Blick zu Sonam, unserem Guide, der neben mir auf dem Bock saß, sagte mir aber, dass das keine gute Tat gewesen wäre. Denn ich hätte damit sicher den Stolz der Rikschafahrer verletzt. Und so blieb ich mit ungutem Gefühl sitzen und ließ mich wie ein Pascha durch die Gegend schieben.
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| Swajambhunath die größte buddhistische Tempelanlage in Nepal |
Wir haben uns dort einige der zahlreichen Klöster und Tempel angesehen. Unter anderem auch den nach Buddhas Mutter benannten Maya Devi Tempel in dem sich ein berühmtes Steinrelief mit der Darstellung der Geburt vor ca. 2600 Jahren des Siddharta Gautama, wie Buddha mit bürgerlichem Namen hieß, befindet. Bevor wir am nächsten Tag unser Hotel „Buddha Maya Garden“ gegen Mittag in Richtung Tansen verlassen haben, sind wir zu den mehreren tausend Jahre alten archäologischen Ausgrabungen in Tilaurakot und Taulihawa gefahren. Dort lebte damals Buddhas Vater, König Suddhodhan.
Auf der Fahrt von Lumbini über Bhairahawa und Butwal nach Tansen waren die uns mittlerweile schon vertrauten Bilder des auf den Straßen herrschenden Verkehrschaos zu sehen. Also, nichts Neues. Und so haben die meisten von uns die Fahrt zum entspannten Dösen genutzt. Tansen liegt im Vorgebirge des Himalayas auf einer Höhe von ca. 1000m. Der Name unseres Hotels „White Lake“ stammt daher, weil man von dessen Terrasse auf das oft mit Nebel gefüllten Tal sehen und sich mit viel Phantasie einen großen weißen See vorstellen kann. Von der Attraktivität und vom Service her war das die mit der Bezeichnung Hotel am wenigsten bisher zusagende Unterkunft. Das Interessanteste war die auf dem Nachbargrundstück vorhandene Baustelle. Dort hatte man mit Bambusstäben eine zum Betonnieren vorgesehene Deckeneinschalung abgestützt bei deren Anblick jeder Statiker mit Entsetzen die Worte ausgerufen hätte „Dazu fällt mir doch noch so einiges ein“.
Am Nachmittag sind wir zum Hausberg Shreenager Hill“ (1660m) gewandert auf dem eine Parkanlage mit einigen verfallenen Tempeln zu sehen waren. Laut Reisführer hätten wir von hier aus schon bei klarer Sicht einen tollen Bergblick auf Manaslu, Macchapuchare, Annapurna und Daulagiri haben müssen. Aber die Götter, welche auch immer in Nepal fürs Wetter zuständig sind, waren uns nicht gnädig gestimmt. Wir waren aber darüber auch nicht traurig, denn unser Himalaya-Trekk hatte ja noch gar nicht begonnen. Wir werden bestimmt noch genügend Gelegenheit haben, die Achttausender und ihre kleineren, deshalb aber nicht weniger attraktiven Geschwister zu sehen.
Am nächsten Morgen hat uns unser Kleinbus durch die wunderschöne Berglandschaft des Himalaya-Vorgebirges, vorbei an Schluchten mit reißenden Gebirgsbächen und flüssen, über schmale Serpentinen nach Pokhara gebracht. Pokhara, am Phewa-Lake gelegen, ist die zweitgrößte Stadt in Nepal. Aber im Gegensatz zu Kathmandu nicht so hektisch und laut. Hier herrscht eine ganz andere Atmosphäre. Nicht das überlaute, hektische Verkehrsgewühle und auch kein quirliges Basartreiben, so wie ich es in der Hauptstadt erlebt habe. Hier im Pokharatal auf ca. 900 m Höhe, am Phewa- See oder einer der anderen Seen die sich in der Nähe befinden, mit Panoramablick auf Dhaulagiri und Annapurnamssiev, könnte man schon einen längeren Urlaub verbringen. Pokhara ist der Ausgangspunkt für etliche Trekkingtouren und auch für Bergsteigeexpeditionen. Mich hat sofort, als wir mit unseren nepalesischen Begleitern für den Trekk zusammentrafen, ein Gefühl der Abenteuerlust ergriffen. Aber zunächst ging es erst einmal zu unserer Unterkunft „The Castle Resort“ außerhalb des Stadtkerns hoch oben auf einem Berg gelegen, wo es keine Zufahrt für Fahrzeuge gab. Also, per Pedes zur Eingewöhnung für die Trekkingtour 15 Minuten einen steilen Trampelpfad hinauf. Bei schwül-warmen Wetter, schwitzend und außer Atem oben angekommen, erwartete uns zur Begrüßung, von einer freundlichen Bedienung überreicht, zuerst einmal ein gekühltes feuchtes Tuch. Nach dieser Erfrischung und nachdem unser Puls und unsere Atemfrequenz einigermaßen Normalwerte erreicht hatten, haben wir unsere sehr schön eingerichteten Bungalows bezogen.
Danach, jeder wie er wollte, runter in die Stadt zum Shopping oder auch nur zum Gucken. Wer neugierig ist, muss auch kraxeln können. Ich habe meiner daheimgebliebenen lieben Frau, dem Wunder der Natur, noch schnell eine Botschaft per E-Mail zukommen lassen, denn ab Morgen gibt es keine problemlose Kommunikation mit der so genannten „Ersten Welt“ mehr. Jetzt hatte mich das Trekkingfieber vollends gepackt. In Erwartung auf den morgigen Tag hatte ich trotz landschaftlicher Idylle, eine sehr unruhige Nacht.
1. Trekkingtag, 6.4.2007
Heute Morgen müssen wir um 5:00 Uhr aufstehen, um den Flieger nach Jomson zu bekommen. Obwohl wir ja nur einen relativ kurzen Innlandsflug vor uns hatten, wurden unser gesamtes Gepäck und auch wir selbst auf herkömmliche Art per Hand und intensiven Körperkontakt gründlich durchsucht. Einen Metalldetektor und ein Röntgengerät gab es hier offensichtlich nicht. Der Flug selbst, in der zweimotorigen Propellermaschine der „Gorkha Airlines“, war zwar problemlos, mein Puls und Adrenalinspiegel waren aber bestimmt um einiges erhöht, als wir abgehoben hatten und zwischen den Bergriesen nach Jomson flogen.
Ein aufregend prickelndes Gefühl überkam mich, als ich dicht an die Bordwand gepresst links neben mir zum Greifen nah, den dröhnend lauten Motor mit dem rotierenden Propeller sah. Ich bin mir nicht sicher, ob mich die mit roter Schrift gekennzeichnete automatische Feuerlöschanlage am Motor beruhigt oder eher beunruhigt hat. Als Techniker weiß man ja, wie anfällig von Menschenhand gebaute Dinge sind. Außerdem hätte ich vielleicht doch nicht den Reiseführer lesen sollen, in dem von den relativ häufigen Abstürzen mit den kleinen Maschinen im Himalaya berichtet wurde.
Ich fühlte mich richtig klein und unbedeutend als wir mit dieser kleinen Maschine entlang dem Tal des Kali Gandaki dicht zwischen den Bergriesen unterhalb der 6-, 7- und 8-Tausender Gipfel von Annapurna , Dhaulagiri, Nilgiri und wie sie sonst noch alle heißen, daherflogen. Jedenfalls sind wir mit einer sauberen Landung in Jomson angekommen. Das etwas mulmige Gefühl in der Magengegend schreibe ich dann eher dem Umstand zu, dass ich schon seit 5:00 Uhr auf den Beinen war und mein Bauch seit mehr als drei Stunden auf sein Frühstück wartete. Nachdem wir dann, nach einer weiteren Stunde Warten, endlich unser Frühstück bekommen und mit Heißhunger verzehrt hatten, ging der von mir mit scharrenden Hufen langersehnte Trekk Richtung Süden los.
Uns blies ein kräftiger, jedoch für Jahres- und Uhrzeit üblicher Wind aus südlicher Richtung entgegen. Trotz strahlendem Sonnenschein war es dennoch so frisch, dass ich froh war, meine aus Norwegen stammende Allwetterjacke angezogen zu haben. Der erste Abschnitt entlang dem Fluss Kali Gandaki bis zur Ortschaft Marpha, wo wir eine kleine Rast gemacht haben, und auch der weitere Verlauf nach Tukuche war im Wesendlichen ohne Steigungen, so dass mir das Tempo der Gruppe erheblich zu langsam erschien. Diesen Eindruck habe ich damals jedoch meiner eventuellen Übermotivation zugeschrieben. In Tukuche sind wir in der „Laxmi Lodges“, einer einfachen aber sauberen Herberge untergebracht worden. Die Orte Marpha und Kutuche sind bekannt für ihren Apfel- und Aprikosenanbau. Früher hat man das Obst mühsam mit Lasttieren runter nach Pokhara transportiert und dort auf dem Markt verkauft. Bis jemand auf die Idee kam, aus den Früchten Obstler (Rakshi) zu brennen. Dadurch hat man sich den Transport zu den Verbrauchern, auch wenn das zugegebener Maßen andere waren, als die die das frische Obst bevorzugten, wesendlich vereinfacht. Am späten Nachmittag habe ich alleine einen kleinen Spaziergang durch das Bergdorf Kutuche gemacht. In einer verwinkelten, dunklen Gasse bin ich dann auf eine unscheinbare, kleine Schnapsbrennerei gestoßen. Neugierig wie ich nun mal bin, bin ich auch hinein gegangen. Freundlich wurde ich von einer kleinen, älteren Frau, die offensichtlich die Chefin war, begrüßt. Nach einem kurzen Rundgang hat mir die freundliche Frau zum Schluss voller Stolz die Endprodukte, nämlich Hunderte kleiner und großer Flaschen mit Apfel- und Aprikosenschnaps gezeigt. Ohne groß nachzudenken, auch weil die Frau so freundlich war, habe ich als Andenken einen Flachmann für umgerechnet 80 Cent erworben.
Als ich wieder draußen vor der Tür stand und mir das erlebte durch den Kopf gehen lies, dachte ich mir: „Hey Bernd, was hast du denn da gemacht“? Selber trinken wollte ich den Flachmann nicht. Mit nach Hause nehmen aber erst recht nicht. Zur Erklärung und besserem Verständnis muss ich sagen, dass ich zum einen nur sehr selten Alkohol trinke und ihn auch nicht vertrage. Hochprozentiges schon mal gar nicht. Zum anderen zu Hause eine absolut alkoholfreie Zone habe, weil dort ein sehr lieber, wunderbarer Mensch mit mir lebt, der alkoholkrank ist und schon seit 10 Jahren abstinent lebt, und für den Alkohol ein absolut tödliches Gift ist.
Nun, was habe ich aus dieser Situation gelernt? Auch wenn ich Tausende Kilometer von zu Hause weg bin, ich bleibe doch der, der ich bin. Und ich sollte erst darüber nachdenken, was ich tue, damit ich nicht in eine Situation komme, die ungewohnt für mich ist. Zu Hause wäre ich ja auch nicht auf die Idee gekommen, Schnaps zu kaufen.
Was aus dem Flachmann geworden ist? Nun ja, ich habe ihn zu Hause an jemanden der Alkohol ungestraft trinken kann, als Souvenir aus Nepal verschenkt.
Um 18:30 haben wir dann gemeinsam zu Abend gegessen. Was mich sehr erstaunt hat und das gilt auch für unsere späteren Unterkünften auf dem Trekk, man konnte trotz aller Einfachheit unter mehreren Gerichten und Getränken wählen. So angenehm dieser Service auch sein mag, dabei wurde mir erstmals so richtig klar, dass dieser seit tausenden von Jahren, bisher nur mit Mulis oder zu Fuß begehbare Handelsweg zwischen Tibet und Indien mehr und mehr zur Touristenmeile verkommen wird, wenn erst einmal die mit Fahrzeugen befahrbare Straße zwischen Jomson und Pokhara gebaut ist. Nach dem Abendessen waren wir alle noch recht fitt und so haben wir Uschis Vorschlag, eine Runde zu kniffeln, gerne angenommen.
2. Trekkingtag, 7.4.2007
Irgendwie ging heute Morgen alles etwas gemächlicher zu. Wir haben um 8:00 Uhr gemütlich gefrühstückt und sind dann Richtung Kalopani losgezogen. Pünktlich gegen 10:00 Uhr setzte der für die Jahreszeit übliche, starke Wind aus Süden wieder ein. Aber das kannten wir ja schon vom Vortag. Unterwegs haben unser Guide Sonam mit einem Träger (Porter genannt), Uschi, Heinrich, Joachim und ich einen Abstecher zu dem Bergsee Sekong Lake auf 2725 m Meereshöhe gemacht. Wir hatten gehofft, dort weidende Yaks anzutreffen. Dies war aber leider nicht so. Wir mussten also noch weiter die Berge hinaufklettern, bis Sonam mit seinem Spürsinn eine Herde Yaks entdeckt hatte. Die Herde war aber noch mindestens 300m von uns entfernt. Aber so wie wir versuchten näher zu kommen, und das war für uns zweibeinige Flachländer gar nicht so einfach, so trotteten die Yaks leichtfüßig weiter den Berg hinauf. Bis dass wir erschöpft aufgaben, den Tieren nachzusteigen. Dank der Teleeinrichtung an meiner Kamera, konnte ich dann statt kleiner brauner Punkte, größere braune Punkte fotografierten.
Zu allem Überfluss hatte sich hinter unserem Rücken, aber zum Glück noch weit genug entfernt, ein Gewitter zusammengebraut. Wir haben dann so schnell wie möglich, den Rückzug ins Kali Gandaki Tal angetreten. Wir haben von dem Gewitter und von dem Regen kaum etwas abbekommen und sind dann auch kurze Zeit später wohlbehalten und froh gelaunt eine Yakherde gesehen zu haben, in dem kleinen Örtchen Dhampu angekommen. Dort haben wir uns den für diese Region legendären Apfelkuchen mit einer Tasse Kaffee gut schmecken gelassen. Auf dem restlichen, kurzen Stück Weg nach Kalopani, wo wir wieder mit dem Rest der Gruppe zusammen getroffen sind, haben wir, oh welch eine Freude, ganz friedlich grasend, fast zum greifen nah, eine Herde Yaks gesehen. Wir haben’s mit Gelassenheit hingenommen, denn UNSERE Yaks in den Bergen waren ja wild und bestimmt sehr gefährlich und mit denen hier überhaupt nicht zu vergleichen!
Die Lodge, die wohl für uns vorgesehen war, haben wir aus irgendeinem Grund nicht bekommen. Dafür haben wir im „Hotel Magic Mountain“ Quartier bezogen. Mein Zimmer war geräumig und hatte ein großes bequemes Bett mit sauberem Bettzeug. Das war schon mal die Hauptsache. Dass das Licht nicht brannte und das Toilettenhäuschen draußen war und dass es zum waschen nur ein kleines Waschbecken mit kaltem Wasser im Freien auf dem Balkon gab, war kaum von Bedeutung. Im Gegenteil, für mich brachte diese Einfachheit einen zusätzlichen Kick für meine Abenteuerlust. Nach dem guten und reichhaltigen Abendessen bin ich mit dem ereignisreichen Tag zufrieden, trotz starker Bewölkung, Regen und Gewitter, ins Bett gegangen und sofort eingeschlafen.
3. Trekkingtag, 8.4.2007 (Ostersonntag)
Diese Nacht, es war so gegen ½ 3 Uhr musste ich mal aus Klo. Und da sich das Klohäuschen draußen befand, konnte ich, zwar noch recht verschlafen bemerken, dass das Gewitter gestern die Luft schön klar gemacht hat. Der Himmel war tiefschwarz und mit so vielen Sternen übersäht, wie ich das zu Hause noch nie gesehen habe. Bei mir zu Hause zwischen den Großstädten Köln und Düsseldorf und den hell erleuchteten Raffinerie- und Chemieanlagen in Leverkusen und Dormagen, ist der Himmel nie so dunkel. Daher kann man dort auch niemals so viele Sterne sehen wie jetzt hier. Nur mit meinem Trainingsanzug bekleidet war es natürlich viel zu kalt, aber trotzdem habe ich fasziniert etliche Minuten dort gestanden und den traumhaft schönen Himmel betrachtet. Ich musste mich regelrecht von diesem Anblick losreißen, um mir noch etwas Schlaf zu gönnen. Und so kuschelte ich mich in meinen warmen Schlafsack und schlief noch bis ½ 6 Uhr. Als ich dann im Morgengrauen fröstelnd mit kaltem Wasser meine Katzenwäsche machte, konnte ich hinter den Bergriesen im Osten schon die aufgehende Sonne erahnen. Ich holte meine Kamera und fing an zu fotografieren.
Im Osten die Silhouetten der Berge, im Westen und Nordwesten die von der aufgehenden Sonne angestrahlten, schneebedeckten Berggipfel und Gletscher zum greifen nah. Und schließlich noch ein dreiviertel voller Mond im Südwesten mit strahlend blauem Himmel als Hintergrund. Ich war begeistert und fotografierte was die Digitalkamera hergab. Es war mittlerweile fast 7 Uhr und die Dachterrasse füllte sich mit anderen Gästen, die fotografieren wollten. Ich aber war fertig mit meiner fotografiererei, konnte meine Sachen für die nächste Etappe packen und mich aufs Frühstück und auf meinen mittlerweile lieb gewonnenen Nepali-Tee freuen. Aus voller Überzeugung kann ich behaupten, diese Herberge hat ihren Namen „Magic Mountain“ zu Recht verdient.
Gegen ½ 9 sind wir bei strahlendem Sonnenschein Richtung Dana aufgebrochen. Nach zwei Stunden haben wir bei Kaffee und einem Stück Apple-pie im Garten einer Lodge Rast gemacht. Der herrliche Blick auf Dhaulagiri im Nordwesten Annapurna I im Osten und Annapurna Süd im Südwesten, dazu die wärmende Sonne, machten es mir schwer, die Wanderung nach Dana wieder aufzunehmen. Am liebsten wäre ich den ganzen Tag hier sitzen geblieben, um den Anblick dieser traumhaften Landschaft zu genießen. Am Nachmittag gestaltete sich die Wanderung etwas schwieriger. Zum einen, weil gegen 14:00 Uhr ein kräftiges Gewitter hernieder ging. Zum anderen, weil wir wegen Straßenbauarbeiten durch schwieriges, unbefestigtes, obendrein durch den Regen aufgeweichtes Gelände mussten. Das war für einige ungeübte Wanderer von uns schon eine echte Herausforderung. Wir kamen daher auch erst gegen 18:00 Uhr in Dana an. Dass die Unterkunft „Kabin Guest House“ recht einfach war (Stehklo, Kaltwasserdusche, kein elektrisches Licht, knarrender Holzfußboden und klemmende Türen) war mir völlig egal. Das Dach war dicht und es regnete nicht hinein, das war die Hauptsache. Die kommende Nacht versprach wegen der knarrenden Dielen und den klemmenden Türen entsprechend unruhig zu werden. Aber das ist nichts Neues für mich, das kenne ich auch von einigen Berghütten in den Alpen.
4. Trekkingtag, 9.4.2007 (Ostermontag)
Wie voraus zu sehen war, habe ich letzte Nacht sehr schlecht geschlafen. Jedes Geräusch, ob von rechts oder links, von oben oder unten, (schnarchen, furzen, rülpsen, stöhnen) war mit aller Deutlichkeit zu hören. Zu allem Überfluss war der kleine Eimer, den ich mir von der Toilette stibitzt hatte, um nachts, wenn ich mal musste, nicht raus über die knarrende Diele mit Taschenlampe auf den schmuddeligen Stehklo zu müssen undicht. Zum Glück habe ich das noch im letzten Moment bemerkt. Und so musste ich mit schwerem Herzen und voller Blase doch den Weg, den ich mir eigentlich ersparen wollte, gehen.
Nach dem Frühstück war die gute Laune bei mir wieder hergestellt. Und so machten wir uns fröhlich gestimmt, bei erneut schönem Wetter, immer wieder den Blick und die Fotoapparate auf die verschneiten Gipfel der uns schon fast vertrauten Berge gerichtet, auf den Weg nach Tatopani. Das war nur ein kleiner Katzensprung. Und so waren wir schon um 11:00 Uhr in unserem „Hotel Himalaya“ angekommen. Unterwegs hat mir Heinrich, der sich übrigens immer hervorragend um seine „Schäfchen“ gekümmert hat, versprochen, weil ich seiner Meinung nach mit den letzten beiden Zimmern benachteiligt gewesen sei, eine „Königssuite“ versprochen. Ich habe eine „Königssuite“ bekommen, jedenfalls im Vergleich zu den beiden letzten Schlafgemächern. Nachdem ich mich geduscht und ein wenig Körperpflege betrieben hatte, haben wir gemeinsam ein leckeres Mittagessen zu uns genommen. Danach haben wir unsere Badesachen genommen und sind zum „Hot Spring“, einer heißen Quelle gegangen. Dort befinden sich zwei swimmingpoolartige Becken, die von heißem Quellwasser gespeist werden. Das Wasser ist so heiß, dass ich nur langsam und vorsichtig dort eintauchen konnte. Jedenfalls war das Wasser um einige Grade heißer, als das, mit dem ich mir zu Hause die Badewanne fülle. Und wenn ich mich nicht all zu viel bewegte, konnte ich es auch einige Minuten darin aushalten. Bis mein Körper so überhitzt war, dass ich froh war, mich wieder an der frischen Luft abkühlen zu können. In dem überlaufenden Wasser, das über einen offenen Graben dem Kali Gandaki zufließt, wusch singend und fröhlich gestimmt, von uns schmunzelnd beobachtet ein Pilger seinen roten Umhang.
An einem aus Bambusstangen und Bambusmatten notdürftig zusammengebundenen Verschlag stand geschrieben, dass es sich hier um den Massageraum handelte. Für uns verwöhnte Mitteleuropäer vielleicht alles ein wenig einfach und gewöhnungsbedürftig anmutend, aber für mich dennoch ein Ort der Erholung und Wellness. Gegen Abend gab’s wieder ein, wie an den beiden letzten Tagen auch schon, kurzes Gewitter.
5. Trekkingtag, 10.4.2007
Heute sind wir etwas früher aufgestanden, so dass wir uns schon um ¼ nach 8 auf den Weg machen konnten. Zum Frühstück hatte ich mir ein Trekker-Breakfast (Spiegelei, Bratkartoffeln, Toast, Butter, Marmelade, alles was das Herz begehrt) bestellt. Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut das Essen ist.
Heute werden wir kurz hinter Tatopani das Flusstal des Kali Gandaki verlassen und Richtung Ghorapani wandern.
Da einige in unserer Gruppe doch nicht die erforderliche Kondition haben, hat Heinrich und Sonam beschlossen, die heutige Etappe nicht wie ursprünglich vorgesehen bis Ghorapani, sondern nur bis Sikha, einem kleinen Dorf auf 2000 m Meereshöhe, gehen zu lassen. Die Strecke ist landschaftlich sehr schön, aber auch sehr steigungsreich. Beeindruckend sind auch immer wieder die weit über die Flusstäler gespannten schwankenden und schaukelnden Hängebrücken über die nicht nur wir, sondern auch die Maultierkarawanen gehen müssen. Dass, was die Tiere auf ihrem Rücken hier rauf tragen, ist überwiegend dass, was wir Touristen verzehren, oder als Souvenir kaufen und wieder runter tragen. So funktioniert Tourismus, Wirtschaft und Aufschwung? Wenn’s den Menschen hier zu Gute kommt, soll’s mir Recht sein.
In Sikha angekommen beziehen wir unser heutiges Quartier in der „See You Lodge“ einem zweistöckigen, von außen mit blauen Blechtafeln verkleideten Gebäude aus Holz. Die Zwischenwände bestehen aus Kanthölzer auf die von einer Seite eine 4mm starke Hartfaserplatte genagelt ist. Schalldämmung nicht vorhanden, aber Sichtschutz hervorragend. Am nächsten Morgen stellte sich heraus, dass meine Einbildung, Wall to Wall in einem Abstand von nur 4 mm neben Anke geschlafen zu haben, falsch war. Bodo hat an der Wand geschlafen, hat er mir gesagt. Na ja, man kann ja nicht alles haben. Dafür hatte ich abends ein hervorragend schmeckendes nepalesisches Reisgericht mit Hühnchen. Da immer mit Einbruch der Dunkelheit der Strom weg ging, hatten wir regelmäßig das Vergnügen, unser Abendessen in romantischer Atmosphäre als Candlelight-Dinner zu genießen. Die morgige Wanderung soll noch mal anstrengend sein, daher ist das Frühstück schon auf ¼ vor 7 Uhr angesetzt. Wir gehen daher auch recht zeitig schlafen.
6. Trekkingtag, 11.4.2007
Ich hatte in mein Tagebuch für den 11.und 12.4.2007 folgendes geschrieben:
Es ist mir heute nicht möglich, das Tagebuch zu schreiben. Ich habe mir einen Brechdurchfall vom allerfeinsten eingefangen. Mir geht es ganz miserabel.
Aus der Erinnerung habe ich dann am 3. Tag folgendes geschrieben:
Wir sind recht früh nach Ghorapani aufgebrochen, weil es stetig bergauf bis auf ca. 2700 m NN geht. Der Weg führt an herrlich blühenden Rhododendron - Bäume vorbei. Durch den Zwischenstopp am Vortag in Sikha, war die Strecke relativ kurz, so dass wir schon gegen Mittag in Ghorapani angekommen sind.
Die Höhe von 2700 m wird mir gar nicht bewusst, da hier noch eine großzügige Vegetation vorhanden ist. Der Rhododendron, der bei uns als Strauch, besten falls als Busch wächst, ist auch hier oben noch als farbenprächtig blühender großer Baum zu bewundern. Unsere Unterkunft, deren Name ich leider nicht mehr weiß, bestand aus einem Hauptgebäude mit Küche und großem Gemeinschaftsraum und mehreren einzelnen Holzhäusern mit je zwei Wohneinheiten mit Dusche und WC. Das Ganze machte einen sehr vertrauenswürdigen und komfortablen Eindruck. Nach dem ausgiebigen Mittagessen bin ich dann, um noch einige Bilder zu machen, durchs Dorf geschlendert. Plötzlich wurde mir furchtbar Übel und ich verspürte den unverkennbaren Drang, schleunigst eine Toilette aufsuchen zu müssen. Im Laufschritt habe ich es dann auch noch so gerade bis zu meiner Unterkunft geschafft. Die folgenden Stunden bis zum nächsten Morgen habe ich hauptsächlich auf der Toilette verbracht. Mir war furchtbar kalt und ich habe gefroren wie ein Schneider. Zwischendurch bin ich, wenn Montezuma - oder wie der Gott für Durchfall in Nepal auch heißen mag - es zuließ, nur ins Bett gegangen um mich wieder auf zu wärmen. Heinrich hatte mir abends noch zusätzliche Decken besorgt und meine Aluminium-Trinkflasche mit heißem Wasser gefüllt, so dass ich die Füße daran wärmen konnte. Anke und Bodo, die nebenan im Zimmer wohnten und aufgrund der dünnen Holzwände mit Sicherheit alle meine geräuschvollen Verdauungstraktaktivitäten mitbekommen haben, haben mich liebevoll mit reichlich Klopapier versorgt, so dass ich bis zum nächsten Morgen überleben konnte. Aber trotz aller liebevoller Fürsorge meiner Reisegefährten, ein selbstverschuldetes Malheur ist mir nicht erspart geblieben. Es muss so gegen 3 Uhr gewesen sein, als ich erschöpft eingeschlafen war und mich zuvor zum wiederholten Male zur Toilette geschleppt hatte, um dann doch jedes Mal nur einen gewaltigen Pups machen zu können, verspürte ich wieder diesen mir schon vertrauten Druck. Nun Ja, pupsen kannst du auch im Schlafsack, dacht ich mir. Es war eine meiner folgenschwersten Fehlspekulation der letzten Zeit. Es ist gar nicht so einfach, sich vorsichtig und auf dem Bauch liegend, so wenig wie möglich bewegend aus dem Schlafsack zu schälen und dann breitbeinig zum Klo zu kommen. Nun durfte ich zu allem Übel auch noch mit kaltem Wasser und im diffusen Lichtschein meiner Taschenlampe meine Unterhose waschen und eine Ganzkörperreinigung vornehmen. Bequemlichkeit und Dummheit werden eben auch von den Göttern in Nepal sofort bestraft.
7. Trekkingtag, 12.4.2007
Um 5 Uhr sollte es auf den 3200 Meter hohen Poon Hill gehen um einen romantischen Sonnenaufgang über dem Annapurnamassiv zu erleben. Wie ich später gesehen habe, waren die Wetterbedingungen hervorragend dazu geeignet, aber meine psychische und physische Verfassung waren so weit unten, dass ich froh war, noch bis ca. 7 Uhr im Bett bleiben zu können.
Als wir dann gegen 8 Uhr Richtung Ghandrung losmarschiert sind (was mein Fortkommen betrifft, konnte man das eher als „dahin schleichen“ bezeichnen) hat mir Heinrich berichtet, dass auch die anderen Wanderfreunden unserer Gruppe bis auf Anke, Lisa, Bodo und Achim an Durchfall und Erbrechen leiden würden. Und so waren letztlich nur Bodo und Achim in aller Frühe auf den Poon Hill geklettert und haben, wie ich später auf den Fotos von Bodo sehen konnte, einen wunderschönen Sonnenaufgang erleben können.
Anfänglich ging unser Weg recht steil auf eine Anhöhe von 3100 Meter. Ich quälte mich Schrittchen für Schrittchen, die Augen vor Müdigkeit kaum aufhaltend, als Letzter die Anhöhe hinauf. Immer wieder musste ich gedanklich meinem inneren Schweinehund in den Hintern treten, um mich nicht einfach an den Wegrand zu legen und zu schlafen. Manchmal haben mir schon mal Expeditionsbeschreibungen von Nansen, Amundsen oder Jackelton geholfen meine Motivation zu steigern, wenn ich daran gedacht habe, wie mühsam die sich durch die Arktis und Antarktis kämpfen mussten. Aber das funktionierte diesmal nicht. Die klimatischen Bedingungen stimmten nicht. Für einen solchen Vergleich war es fiel zu warm. Mir lief der Schweiß als Rinnsal permanent in die Augen, tropfte von Nase und Kinn vor mir auf die Felsen und lief mir in Strömen den Rücken herunter. Aber dann, nach gefühlten 2 Stunden, war ich endlich oben und es eröffnete sich mir ein traumhaftes Panorama. Welch ein Anblick. Meine Müdigkeit und Erschöpfung wich einer Begeisterung über dieses prachtvolle Panorama der südlichen Annapurnaregion. Schnell hatte ich eine Reihe Fotos von Annapurna South, Machhapuchhare und anderen Gipfeln, deren Name ich nicht alle kannte, gemacht.
Bodo und Achim zeigten mir den Poon Hill, der in greifbarer Nähe zu sehen war, von wo aus sie am frühen Morgen den Sonnenaufgang über der Annapurna beobachten konnten. Schade, dass ich nicht dabei gewesen bin. Aber in meiner Verfassung am frühen Morgen, war daran überhaupt nicht zu denken gewesen. Dass ich es hier hinauf geschafft hatte, kam mir schon wie ein kleines Wunder vor. Nachdem ich mich für einige Minuten auf eine Bank gelegt und vor Müdigkeit und Erschöpfung beinahe eingeschlafen wäre, ging es langsam mit einigen Steigungen und Gefällen bis zur nächsten Rast weiter. Da ich wegen meines Brechreizes immer noch nichts essen konnte, machte Heinrich den Vorschlag, es doch einmal mit Coca Cola zu versuchen. Und siehe da, die Cola blieb drin und bewirkte zu dem, dass meine Lebensgeister langsam zurückkehrten. Im Laufe dieses Tages habe ich mich ausschließlich von 1 ½ Litern Coca Cola ernährt.
Obwohl ich das Zeug sonst nicht anrühre, im Himalaya, fernab westlicher Zivilisation, hat es mir wunderbar geholfen, wieder ins Leben zurückzufinden. Meinen herzlichen Dank an Coca Cola und vor Allem an die Leute, die das Zeug bis hier oben raufgeschleppt haben.
Mit vielen Pausen, mehr schlecht als recht den anderen in unserer Gruppe, außer Bodo und Achim, ging es ja auch nicht besonders gut schlichen wir keuchend und schwitzend, bergauf, bergab über die Ortschaften Ban Thanti (3180m) und Tadapani (2630m) nach Ghandrung (1940m). Dort sind wir nach ca. 10 Std. erschöpft, aber froh es geschafft zu haben, glücklich angekommen.
Ghandrung, - auch Ghandruk geschrieben ist ein kleines, an einem Hang gelegenes, mit vielen Treppen und sauberen Gässchen versehenes kleines Bergdorf.
Unser Hotel „Annapurna Guest House“ ein dreistöckiges aus Steinen gebautes sehr schönes mit Mosaiksteinen verziertes Gebäude, gehörte für die hiesigen Verhältnisse schon zur gehobenen Klasse. Zu meinem Zimmer gehörte eine geflieste Nasszelle mit Dusche, Waschbecken und WC. Alles vorhanden, was man zur ausgiebigen Körperpflege so braucht. Nur hatte ich zu spät registriert, dass für die Dusche weder Abtrennung noch Vorhang vorhanden war, sodass nach dem Duschen alles unter Wasser stand und auch das Klopapier pitschnass war. Aber die Hauptsache war, dass ich nach langer Zeit noch mal eine warme Dusche hatte. Und so erfrischt, habe ich vorsichtig den ersten Versuch unternommen, wieder feste Nahrung zu mir zu nehmen. Ein Händchen voll gekochten Naturreis und zwei Esslöffel Gemüsesuppe sind trotz anfänglichen Brechreizes dann doch im Magen geblieben. Zufrieden mit mir und dem Rest der Welt bin ich dann sehr früh Schlafen gegangen.
8. Trekkingtag, 13.4.2007
Obwohl heute Freitag der 13. ist, bin ich doch wieder recht gut drauf. Ich habe letzte Nacht 9 Std. an einem Stück wie ein Stein geschlafen. Das hat mir gut getan und ich habe das Gefühl, bald wieder der Alte zu sein. Habe vorsichtig ein kleines Frühstück zu mir genommen. Kaffee, Rührei, Tibetbrot. Gestern Abend habe ich, entweder vor Müdigkeit, oder weil es bewölkt war, oder auch beides, den herrlichen Blick auf die Berggipfel der Annapurna nicht bemerkt. Wouh, war das wieder ein Anblick. Die schnee- und eisbedeckten Gipfel der Sechs- und Siebentausender Hiunchuli und Annapurna Süd, blauer Himmel, weiße Schäfchenwolken, einfach traumhaft. Schnell noch ein paar obligatorische Fotos zur Erinnerung, und dann ging es auch schon wieder los, auf die letzte Etappe unserer Trekkingtour.
Von Ghandrung über Kimche und dann dem Bach Modi Khola entlang über Chimrung und Birethanti nach Nayapul geht es fast ausschließlich ca. 1000m bergab über viele Treppen- und Felsstufen. Nicht sehr angenehm für meine Kniegelenke. Aber wir sind recht bald in Nayapul, von wo wir mit einem Bus nach Pokhara gebracht wurden.
Dort haben wir im „Hotel Mandap“ einem sauberen und für die Verhältnisse luxuriösen Hotel gewohnt. Heinrich hat für den Abend in einem Restaurant einen Tisch bestellt. Da ich so wie so nichts essen konnte und mir ein wenig Ruhe besser bekommen würde, habe ich mich von unserer Reisegruppe zurückgezogen und nicht am Abendprogramm teilgenommen. Ich glaube Heinrich war etwas sauer darüber. Aber er ist viel zu sehr Profi, um sich das groß anmerken zu lassen und hat Verständnis gezeigt.
Gegen 20:15 Uhr Ortszeit habe ich nach Hause telefoniert um Bescheid zu geben, dass auf der Trekkingtour alles gut verlaufen ist.
Es ist noch recht warm hier, so wie bei uns zu Hause abends im Hochsommer. Und so habe ich auf der Hotelterrasse bei einer Flasche Cola den Abend ausklingen lassen.
Rückreise nach Kathmandu, 14.4.2007
Heute Morgen bin ich schon um 6 Uhr aufgestanden und habe den großen Rucksack schon mal probeweise für den Rückflug gepackt, obwohl es noch zwei Tage sind, bis es so weit ist. Um 7:30 Uhr gab’s Frühstück. Mein Magen ist aber immer noch nicht ganz in Ordnung. Ich konnte daher nur mit Mühe eine Tasse Kaffee, ein Löffel Rührei und eine Scheibe Toast runter bekommen. Mit ca. 1 ½ Std. Verspätung kam dann um 10 Uhr der Bus der uns nach Kathmandu bringen sollte endlich an. Wie uns Sonam später sagte, hatte der Bus einen Defekt, der erst noch repariert werden musste. Die Wartezeit haben wir genutzt, um E-Mailadressen und Telefonnummern mit unseren Begleitern die unser Gepäck größtenteils geschleppt haben auszutauschen.
Die Entfernung Pokhara bis Kathmandu ist ungefähr 200 km. Man benötigt aber einen ganzen Tag, um diese Strecke zu bewältige. Es geht ständig bergauf, bergab, an tiefen Schluchten entlang in denen sich irgendwelche Flüsse oder Bäche ihren Weg suchen. Die Straßen sind schlecht, oftmals nicht befestigt oder vom letzten Monsunregen weggespült worden. Und es wurde auch immer wärmer. Gegen Mittag hatten wie ca. 28 bis 30 Grad Celsius Außentemperatur. Im Bus war es entsprechend wärmer. Wir hingen mehr in unseren Sitzen, als dass wir saßen. An den eigenwilligen Fahrstil hier hatten wir uns offenbar schon alle gewöhnt. Jeder von uns döste so vor sich hin und ich ließ die Eindrücke und Ereignisse der letzten Tage innerlich an mir vorbei ziehen. Es war schön gewesen. Ein Traum von mir war in Erfüllung gegangen.
Mit zwei kurzen Pausen, in denen wir unsere Glieder etwas recken und strecken und eine Kleinigkeit zu uns nehmen konnten, haben wir am späten Nachmittag Kathmandu erreicht.
Heinrich hat sich was ganz besonderes für unsere Unterkunft einfallen lassen. Wir sind in das „Dwarika’s Hotel“ gezogen. Einem Palast im Baustil aus längst vergangenen Zeiten, bestehend aus mehreren Gebäuden, prunkvoll mit Holzschnitzereien an den Fenstern Balkonen und Säulen versehen. Der Besitzer hat all diese historischen, kunsthandwerklichen Dinge in der Zeit von 1925 bis 1992 gesammelt und somit vor der Zerstörung gerettet. Daraus ist dann Stück für Stück dieses prachtvolle, weltweit wohl einmalige Hotel, in dem die Gäste so gesehen in einem Kunstmuseum wohnen, entstanden. Im weiträumigen Innenhof mit Grünanlagen, Swimmingpool, und vielen heimeligen Nischen und Sitzecken, wo man gemütlich seinen Nepali-Tee trinken kann, ist von dem hektischen und lauten Treiben der Millionenstadt nichts, aber auch gar nichts zu spüren. Ich wohne in einem Zimmer, das mit Schnitzereien verzierte Massivholzmöbel und einem riesig großen Himmelbett prachtvoll eingerichtet ist. Dezent versteckt in einem Schrank der mindestens einhundert, wenn nicht sogar zweihundert Jahre alt ist, befinden sich ein Fernseher und eine Stereoanlage vom Feinsten. Das Gleiche gilt für die Minibar. Das Badezimmer, ein Traum in Schiefer, eingelassene Badewanne, separate Dusche und WC, zwei Waschbecken aus dickwandigem Messing in Form von Klangschalen mit einem Durchmesser von 60 cm, die goldglänzenden, stielgerecht geformten Armaturen aus Messing, überall Spiegel und indirekte Beleuchtungen die teilweise sogar mit Dimmern versehen waren.
Und das tollste war, all das funktionierte auch noch. Ein ganz und gar ungewohnter Luxus, nachdem was wir noch einige Tage zuvor in den Bergen hatten. Krasser können Gegensätze wohl kaum noch sein.
Kathmandu, 15.4.2007
Nach langer Zeit hatte ich eine ungestörte, ruhige Nacht, ohne Gepolter, knarrenden Dielenbrettern oder quietschenden Türen. Es war kein Wasserrauschen, Schnarchen, Grunzen oder Furzen aus der Nachbarschaft zu hören.
Gut ausgeruht und bestens gelaunt habe ich mich, nachdem ich zuvor einige Bahnen im Swimmingpool geschwommen hatte, nach langer Zeit mit großem Appetit auf das Frühstücksbuffet gestürzt. Meinem Magen-Darmtrakt ging es wieder ausgezeichnet. Eine bessere Gelegenheit, als hier im „Dwarika’s“ die in den letzten Tagen verlorenen Pfunde wieder aufzuholen, gab es nirgendwo. Wenn ich aber all das gegessen hätte, was mir meine Augen suggeriert haben, wäre ich vermutlich geplatzt.
Heinrich machte den Vorschlag, statt wie ursprünglich vorgesehen, die Kaiserstadt Bhaktapur zu besuchen, einen Einkaufsbummel im Touristenstadtteil Thamel zu machen, und uns abends auf Kosten des Veranstalters zu einem festlichen Dinner in das „Dwarika’s“ einzuladen. Den Vorschlag haben wir alle gerne angenommen. Jetzt hatten wir noch mal die Gelegenheit Souvenirs einzukaufen.
Heute hat Heinrich Geburtstag. Nach langem beraten hat Hedi ein eventuell passendes Geschenk für ihn gefunden, an dem wir uns alle beteiligen können. Eine Marionette; von der einen Seite der Elefantengott Ganesh, von der anderen Seite der Gott Shiva. Aber ob das das Richtige für Heinrich ist, wissen wir immer noch nicht. Klever wie Hedi nun mal ist, hat sie Heinrich um Rat gebeten, ob das ein passendes Souvenir für zu Hause zum verschenken sei. Als Heinrich ahnungslos dem bejahend zustimmte und auch noch den Verkäufer mit dem Preis runterhandelte, konnten wir unser amüsiertes Grinsen nur mühsam zurückhalten.
Welch eine Überraschung für Heinrich, als er abends beim Dinner sein selbst herunter gehandeltes Geschenk überreicht bekommen hat.
Das Dinner war nicht nur von den gereichten Speisen, sondern auch vom zeremoniellen Ablauf ein Erlebnis für sich. Vor betreten des Speiseraums mussten die Schuhe ausgezogen werden, und wir bekamen große Umhänge umgebunden. Wir erhielten jeder eine persönlich, mit Namen versehene Speisekarte, die sogar auf Deutsch übersetzt war.
Während die Vorspeisen gereicht wurden, wurden immer wieder beeindruckende, von hübschen Frauen in bunten Gewändern, musikalische und tänzerische Darbietungen gezeigt.
Nach dem Abendessen sind wir dann alle sehr schnell in unsere Zimmer verschwunden, denn Morgen heißt es früh aufstehen. Um 4:30 Uhr ist Wecken, Frühstück um 5 Uhr, um 6:15 Uhr geht es ab zum Flughafen.
Rückreise nach Hause, 16.4.2007
Mein Gepäck hatte ich schon am Vortag fix und fertig gepackt und stand abholbereit in meinem Zimmer. Nun hatte ich genügend Zeit, mich auch mental, schweren Herzens von Nepal mit seinen gastfreundlichen Menschen und der traumhaft schönen Landschaft zu verabschieden. Wehmütig, jedoch noch recht verschlafen, aber wegen der bevorstehenden Rückreise auch recht aufgeregt, ging ich, innerlich mit sehr gemischten Gefühlen, gegen 5 Uhr zum Speiseraum. Erstaunlich, mit welchem Organisationstalent morgens, in aller Herrgottsfrühe, schon ein Frühstücksbüffet mit den wichtigsten Dingen gezaubert worden ist.
Am Flughafen wurden wir dann von Sonam und einigen seiner Leute, die sich auch wieder eifrig um unser Gepäck kümmerten, endgültig verabschiedet. Jeder von uns bekam ein goldfarbenes Seidentuch um den Hals gebunden und mit einem freundlichen Namaste war der Abschied dann endgültig gekommen. Mein Traum war in Erfüllung gegangen. Aber nun war die Zeit gekommen, den normalen Alltag, gestärkt von den Eindrücken der letzten Tage, wieder ins Auge zu fassen.
Der Rückflug gestaltete sich etwas problematisch, da unser Flieger in Kathmandu erst mit drei Stunden Verspätung abgehoben hat und wir demzufolge unseren Anschluss in Frankfurt nicht mehr bekommen haben. Aber solche Belanglosigkeiten konnten mich nun nicht mehr aus der Ruhe bringen.
Nepal ich komme wieder, versprochen!!!
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