Kurze Reiseberichte aus der Sicht einzelner Gruppenmitglieder
Tibet - Und nach dem Berg ins Nirwana
Nepal - 20-tägige Nepalreise für Einsteiger
Nepal - Annapurna Base Camp 2007
Nepal - Everest Base Camp 2008
Nepal - Everest Base Camp 2011

Everest Base Camp vom 08.07. – 23.07.2011

"Dieser Trekk ist was für Individualisten, die schon immer auf der Suche nach was Besonderem waren; für Menschen, die auch schon mal über Ihre Grenzen gehen möchten und für Menschen auf der Suche nach sich selbst."

Teilnehmer: Sonam Sherpa, Thimbu Sherpa und Heinrich Strohmeyer - im Verlaufe des Trecks haben sich einige weitere Touristen uns angeschlossen, so dass wir bald eine Gruppe von 10 Personen waren.

1. Tag 08.07.2011 Kathmandu Jiri Shivalaya
1350 Meter 1955 Meter 1770 Meter
Start 05:30 Uhr Ende 17:00 Uhr
Abfahrt mit dem Landrover um 05:30 Uhr ab Tibet Guest House. Wir haben uns für die bequemere Variante entschieden, aber auch für die teuere. Jeden Tag fahren früh morgens Busse nach Jiri. Mit dem Landrover waren wir bis Jiri 7 Stunden unterwegs, mit dem Bus sind es 10 Stunden. Die Straße ist bis Dhulikhel in einem sehr guten Zustand (Autobahn) von dort ist sie dann meist einspurig und teilweise im schlechten Zustand. Es ist deshalb zu empfehlen mit dem Landrover zu fahren, da dann auch die Pausen individuell gelegt werden können, außerdem sollte das fotografieren nicht vergessen werden. Die Landschaft zeigt viele Wälder, Terrassen, Flüsse und ist in dieser Zeit von einem satten Grün gezeichnet. Die kleineren Städte, die an der Straße liegen, sind noch stark in der Entwicklung und zeigen für unser Auge sehr viel Chaos. Hier leben vorrangig Hindus u.a. Brahmanen, Shetris und Rhais. Wir haben dann, wegen der kürzeren Fahrzeit, noch ein erstes Stück wandern können. Von Jiri nach Shivalaya. Von Jiri fährt zwar schon ein Bus, der kurze Trekk ist aber zu empfehlen. Er bietet landschaftlich fast alles, natürlich noch nicht die weißen Berge. Erst führt der Weg von 1955 Meter auf 2220 Meter, dann geht es runter bis 1770 Meter. Was auf der Karte recht einfach aussieht, fordert dann doch schon einiges von den Beinen, besonders von den Knien beim Runtergehen. Hier kommt dann auch schon die erste obligatorische Frage Warum tue ich mir das an . Allerdings wird auf dem Weg zu dieser Frage schon einiges geboten. Kurz vor Shivalaya müssen zwei Hängebrücken (in sehr sicherem Zustand) über die Flüsse Yelun und Khimti Khola überquert werden. Es war warm sonnig, wolkig, neblig Wetter kann sich schnell ändern. Schwierig wird sicherlich der Weg, wenn es regnet. Nichts für Anfänger eher für Fortgeschrittene. Da es warm ist um diese Zeit reichen Hemd, T-Shirt und lange Hose. Diese empfiehlt sich schon allein wegen der Blutegel. Übernachtung in der Trekking Lodge Licht vorhanden, kalte Dusche, kein Komfort. Einfach und schlicht, leicht muffig der Geruch im Zimmer. Nichts für Anspruchsvolle, ebenfalls das Essen.
In der Nacht hat es sehr stark und lange geregnet. Dadurch ist die Sicht am kommenden Tag klarer.

2.Tag 09.07.2011 Shivalaya Deurali Bhandar Kinja
1770 Meter 2705 Meter 2190 Meter 1630 Meter
Beginn 06:30 Ende 16:30 Uhr
Zu Beginn geht es steil bergauf. Der Weg ist steinig, teilweise nass und glitschig. Vom Berghang kommen kleine Wasserfälle, die den Weg manchmal zum Bachbett werden lassen. Die Steigung dauert um die 11/2 Stunden. Danach verflacht die Steigung für gute zwei Stunden, um dann zum Schlussanstieg für eine Stunde nach Deurali wieder steil anzusteigen. Es empfiehlt sich, die Wanderungen früh am Morgen - 06:00 Uhr - zu beginnen. Die Sonneneinstrahlung ist dann noch nicht vorhanden und da die Strecke lang ist, kann man trotzdem ausreichende Pausen einlegen. In Deurali kann ein verspätetes Frühstück eingenommen werden. Außer einigen alten vergrasten Mani Mauern und einigen Lodges hat Deurali nichts zu bieten. Der Pass liegt auch schnell im Nebel. Danach geht es steil runter nach Bhandar. Man kommt immer wieder an einzelnen Bauernhäusern vorbei, die auch zum Tee einladen. Bhandar verfügt über mehrere Lodges, die ein schmackhaftes Mittagessen anbieten. Der Abstieg nach Bhandar dauert um eine Stunde, richtet sich nach der persönlichen Belastung beim Runtergehen und natürlich auch nach dem Wetter. Wenn es geregnet hat, dann ist der Weg wässrig und glitschig. Stöcke sind unbedingt mitzunehmen. Anschließend geht es weitere drei vier Stunden am Berghang entlang oder steil hinab bis nach Kinja. Kleine Wälder wechseln sich mit niedrigem Gehölz und Terassenfeldern ab. Kurz vor Kinja müssen wieder eine Hängebrücke über den Likhu Khola und eine alte Holzbrücke über den Kinja Khola gemeistert werden. Am Ortseingang von Kinja wird das Trekking Permit kontrolliert und die Daten in ein Buch eingetragen. Es war sonnig, wolkig, neblig und am späten Nachmittag gab es ein paar Regentropfen.
Übernachtung in der Sherpa Lodge. Einfach, sauber, warmes Wasser ab 17:00 Uhr. Strom vorhanden.

3.Tag 10.07.2011 Kinja Sete Lamjura La
1630 Meter 2700 Meter 3530 Meter
Beginn 06:00 Uhr Ende 15:30 Uhr
Es geht zu Beginn gleich steil nach oben. Dieser Anstieg nach Sete über 1000 Meter braucht eine gute Kondition und Ausdauer. Cirka 4 Stunden schlängelt sich der Weg durch abwechselnden Baumbestand und Büsche, sowie Terassenfelder der Bauern. Die Steile des Weges flacht zwischendurch immer mal wieder ein wenig ab. Einkehrmöglichkeiten zum Essen oder Trinken gibt es immer wieder. Der zweite Teil der Strecke ähnelt der ersten. Im letzten Teil flacht die Steigung ab, es geht durch Rhododendren-Wald eine optische Entschädigung für die lange Tagesstrecke. Es war wolkig zum Beginn, dann kam der Nebel stark auf und hielt sich bis zum Ende, so dass die Sicht auf umliegende Täler und Berge nicht möglich war.
Übernachtung in der Mount Everest Lodge. Einfach und sauber, nur kaltes Wasser und kein Strom.

4. Tag 11.07.2011 Lamjura La Junbesi Salung Ringmu
3530 Meter 2700 Meter 3040 Meter 2730 Meter
Beginn 07:00 Uhr Ende 17:00 Uhr
Zum Lamjura Pass geht es langsam eine halbe Stunde bergauf. Rechts und links liegen einige Höfe mit Milchkühen. In dieser Gegend wird der Yak Käse produziert. Dazu gibt es einen gesonderten Trek. Der abschließende Abstieg nach Junbesi ist erst einmal steil und glitschig. Er verläuft in einem Bachbett, das auch in einigen Passagen etwas Wasser führt. Wasserdichtes Schuhwerk und Stöcke erforderlich. Der Weg bergab führt durch Rhododendren-Wald. Nach 11/2 Stunden flacht der Weg ab und verläuft am Hang lang. Wunderschöne Aussicht auf die gegenüber liegenden Bauernhäuser und den teilweise neu erbauten bh buddhistischen Klöstern. Der Abstieg dauert circa 4 Stunden. Nach Junbesi geht es wieder eine Stunde durch Wald bergauf und anschließend weitere 3 Stunden am Berghang entlang. Kurz vor Ringmu werden noch zwei kleine und eine große Hängebrücke über den Gonbo Khola überquert, bevor es dann noch einmal circa 100 Höhenmeter nach Ringmu hoch geht. Übernachtung in der Numbur Cheese Factory. Sauber, gute Bedienung, mäßig warme Dusche, Strom vorhanden. Die Zimmer liegen im Erdgeschoss und Ess- und Kochraum liegen darüber. Da das Haus aus Holz ist, übertragen sich die Geräusche nach unten. Gute Nerven sind hier gefragt.

5. Tag 12.07.2011 Ringmu Nunthala Jubhing Kharikhola
2730 Meter 2330 Meter 1680 Meter 2040 Meter
Beginn 07:00 Uhr Ende 16:00 Uhr
Der heutige Tag stand unter dem Begriff Wasser : Es regnete fast den ganzen Tag, sehr viele Wasserfälle, Wasser zum überwiegenden Teil der Strecke auf den Wegen und sehr viel Wasser in den kreuzenden Flüssen. Zu Beginn ging es wieder steil nach oben, für circa. Die Wege sind wie immer mit groben Steinen verlegt, teilweise mit Stufen versehen oder nur reine Erde. Die Vegetation besteht aus teilweise Niedrigwald und Büschen. Danach geht es runter bis auf 1680 Meter. Unterbrochen in Nuntala, einem kleinen gut aufgeräumten Dorf, zum Essen. Je weiter der Abstieg desto stärker verändert sich die Vegetation hin zu Südfrüchten, Terassenfeldern, Bambus und reichhaltigen Blumen, wie wir sie bei uns kennen. In Jubhing wird der Dudh Koshi überquert. Der Fluss führt derzeit viel Wasser und ist schon von weiten zu hören. Die Brücke ist lang und es braucht schon einiges an Überwindung rüber zu gehen. Bis zur Brücke braucht man für den Abstieg cirka 5 Stunden. Danach geht es wieder hoch nach Kharikhola. Nach cirka zwei Stunden ist das Ziel erreicht. Auf dem gesamten Teilstück gibt es ausreichend Teeshops und Lodges zum einkehren, sodass das Teilstück auch immer wieder verkürzt werden kann (Regen oder Kondition). Kharikola ist ein langgezogenes Dorf. Hier gibt es viele verschiedene Lodges zur Auswahl und eine kleine Geschäfte, die sogar Trekker Ausrüstung führen. Übernachtung in der Namaste Lodge. Sehr schönes Zimmer außerhalb, nette Bedienung.
Achtung vor Blutegeln (hatte vier davon).

6. Tag 13.07.2011 Kharikola Bubsa Kari La Chutok La Surke
2040 Meter 2360 Meter 2840 Meter 2730 Meter 2290 Meter
Beginn 06:30 Ende 16:30 Uhr
Nach dem Dorf geht es cirka zwei Stunden, erst steil, dann etwas seichter nach oben. Die Sicht war sehr schlecht. Den ganzen Tag hat uns der Nebel und Regen begleitet. Die Sicht betrug nur 50 Meter, so dass von der Umgebung kaum etwas wahrzunehmen war. Der Regen hat einige Pausen erzwungen. Nach dem Aufstieg folgen drei Stunden auf und ab. Nach Kari La gibt es zwei große Wasserfälle zu bestaunen. Von Chutok La geht es dann noch einmal 2 Stunden nach unten. Die Wege sind sehr glitschig, wässrig und teilweise lehmig, was sie sehr rutschig machen. Übernachtung in der Everest Trail Lodge. Liegt am Anfang von Phakepani, direkt am Surke Khola. Wie überall ist auch hier die Toilette/Dusche die Schwachstelle. Kaltes Wasser. Die Zimmer sind sehr angenehm. Unbedingt einen großen Regenschirm mitnehmen.

7. Tag 14.07.2011 Surke Phakding Monio
2290 Meter 2610 Meter 2835 Meter
Beginn 07:00 Uhr Ende 14:30 Uhr
Wieder einmal geht es nach oben, allerdings ohne Regen. Es hatte bis kurz vor Beginn geregnet. Entsprechend sind dann natürlich die Wege, wobei wir hier nicht von Wegen reden würden. Bis Phakding zieht sich der Weg am Berghang entlang. Der Tourismus macht sich langsam bemerkbar. Die Lodges sehen sehr gut aus, Renovierungen werden durchgeführt, viele neue Lodges werden derzeit gebaut. Es ist auch ein Weg der Brücken und der Wasserfälle. Vier sehr lange und viele kleine Brücken, überqueren z. B. öfters den Dudh Koshi mit seinen vielen Nebenflüssen. Es ist auch das Land der Sherpas, besonders bei den Frauen zu erkennen mit ihren Nasen und Ohrenschmuck und den tibetisch ähnlichen Gewändern. Auf der gesamten Strecke begegnen uns immer wieder große Mani Steine, Mani Mauern, neu erbaute Stupas und Klöster. Diese liegen etwas abseits und man sollte sich die Zeit nehmen, ihnen einen Besuch abzustatten. Phakding ist ein richtiges Touristendorf, viele Lodges und alles was ein Touristenherz erfreut. Mit dieser Veränderung haben sich auch die Preise verändert. Alles ist wesentlich teurer 1 Übernachtung im Doppelzimmer mit Nasszelle kostet 1200 NR. Ein Liter Bier 600 NR. Die Umgebung dieser Strecke erinnert ein wenig an die Alpen. Nach Phakding geht es langsam durch ein etwas engeres Tal durch Benkar bis nach Monio. Übernachtung im Hotel Mini Tibet. Hotel mit zwei Etagen, Warme Dusche, nicht funktionierende Toilette, sehr nette und hilfsbereite Besitzer. In der Nebensaison sind viele der Lodges geschlossen, oder werden renoviert. 1. Bemerkung: bei dem sehr feuchten Wetter/Regen trocknen die gewaschenen oder verschwitzten Sachen nicht.
Bisher ohne Erkrankungen. Langsam macht sich eine Erkältung breit verschwitzt, Regen, kühler Wind und derzeit ist mein Akku nach 7 Tagen ziemlich leer. Also ist der Körper angreifbar. Der Psyche geht es noch gut.

8. Tag 15.07.2011 Monio Namche Bhasar
2835 Meter 3440 Meter
Beginn 07:00 Uhr 11:00 Ende Uhr
Direkt hinter Menjo öffnet sich das Tor zum Sargamatha National Park. Hier wird eine Eintrittsgebühr von 1000 NR erhoben. Im weiteren Verlauf gibt es dann noch zwei Kontrollposten bis Namche. Nach einer einstündigen Wanderung am Dhud Khola entlang, geht es dann nur noch bergauf. Teilweise nur Steine als Weg, später ein richtiger Weg. Der Anstieg erfordert viel Kraft und lässt einen immer wieder hoffen, dass hinter der nächsten Biegung Namche erscheint. Auf dem Weg nach Namche gibt es wieder zwei Hängebrücken, die es in sich haben. Besonders die zweite kurz vor dem Aufstieg überquert einen Nebenfluss des Dhud Khola in enormer Höhe. Diese Überquerung war meine Meisterprüfung. Die Vegetation verändert sich leicht, immer mehr Kiefern bewalden die Hänge. Die Täler sind schmal, so dass die Flüsse laut und krachend in ihrem Beet dahin fließen sie werden derzeit von dem Monsunregen und dem Schmelzwasser gespeist. Namche hat circa 1500 Einwohner. Die meisten Hotels sind im Osten (die alten) und im Westen (die neuen) an die Felswand gebaut. Es sind nur noch wenige Lodges, die meisten Unterkünfte sind Hotels. Namche hat Freitag und Samstag einen lokalen Markt. Viele Geschäfte, die alles für den täglichen Bedarf anbieten, auch Sachen für uns Trekker. Es lohnt sich also hier noch einmal die Sachen zu besorgen, die im weiteren Verlauf dann teurer sind. Derzeit wird in Namche renoviert und neue Hotels entstehen. Es gibt vier Banken zum Geldtausch. Der Kurs ist hier allerdings geringer, als in Kathmandu. Übernachtung im The Nest at Namche. Sehr großes Hotel, gepflegt, gute Bedienung, Internetnutzung.

9. Tag 16.07.2011 Namche Bhasar Phungi Thanga Tengboche
3440 Meter 3250 Meter 3860 Meter
Beginn 07:30 Uhr 01:30 Ende Uhr
Ungefähr eine halbe Stunde geht es von Namche mal wieder nach oben. Und das alles bei herrlichem Sonnenwetter. In der Nacht hatte es stark geregnet, oft ein Hinweis, dass der kommende Tag klare Sicht verspricht. Im Monsun gibt es Tage mit Sonne und Wolken. Nach dem Aufstieg geht es über eine Stunde einem sehr gut gebauten Höhenweg entlang. Dieser ist in Eigeninitiative von einem Nepalesen erbaut worden. Die Vegetation ist kleiner, sodass die Sicht in die einzelnen Täler möglich ist. Gegenüber begleiten einen immer wieder kleine Wasserfälle. Dann geht es runter nach Thanga. Dieser Weg ist trocken, teilweise bewaldet und sehr gut zu gehen. In Thanga wird der Dhud Khochi ein letztes Mal überquert, dann verlässt er uns. Nach der Brücke geht es für zwei Stunden bergauf nach Tengboche. Bei guter Sicht sind der Mount Everest, der Lotze, der Thartika, der Thamserku, Kangtega, der Luptse, der Kongde und der Ama Dablam zu sehen. Da die täglichen Strecken so lang sind, dass wir als kleine Gruppe schon am frühen Nachmittag am Zielort eintreffen, besteht immer noch viel Zeit, sich einige Sehenswürdigkeiten anzuschauen. So hier das alte, neu aufgebaute Tengboche Kloster (mehrmals zerstört) anzuschauen. Der Innenraum ein fantastischer Anblick. Ein Muss für jede Gruppe. Es besteht auch die Möglichkeit am nächsten frühen Morgen an einem Gottesdienst teilzunehmen. Etwas unterhalb schließt sich so etwas wie ein neu erbauter Einkaufsbereich an. Abends und in der Nacht hat es stark geregnet. Übernachtung im Hotel Himalayan. Großes Hotel, freundliche Bedienung, Stromnutzung ( 1Stunde = 200 NR).
1. Bemerkung: Steigungen sollten grundsätzlich ganz langsam an- und gegangen werden. Den eigenen Rhythmus finden, sich nicht von den schnelleren mitziehen lassen. Regelmäßig kurze Pausen einlegen.
2. Bemerkung: Waschen der persönlichen Sachen ist in jedem Hotel/jeder Lodge möglich. Man kann auch waschen lassen. Die Schwierigkeit ist das Trocknen der Sachen. Dies geht nur schnell bei sonnigem Wetter. Deshalb immer nur ein/zwei Teile waschen und diese beim Wandern auf dem Tagesrucksack trocknen lassen.

10. Tag 17.07.2011 Tengboche Pangboche Dingboche
3860 Meter 3930 Meter 4410 Meter
Beginn 07:00 Uhr 12:30 Ende Uhr
Welch ein Erlebnis am frühen Morgen. Endlich ist die Frage beantwortet warum tue ich mir das alles an . Ringsherum alle Berge in ihrem schönsten Weiß und mittendrin der Mount Everest. Welch ein Anblick, welch ein Erlebnis. Das Herz springt höher und das Ergebnis des langen Vormarsches beeindruckt mich sehr. Natürlich auch ein Moment wo die Kamera gedrückt wird. Unser tägliches Bitten um sonniges Wetter an den vielen heiligen Stellen hat doch geholfen keine Wolke, Sonne pur. Allerdings hat sich das, so ab 09:00, wieder geändert. Wolken zogen auf, aber das Wetter war weiterhin warm und ein wenig windig. So kann dann weiterhin das T-Shirt getragen werden. Bisher ist die dicke Jacke im Rucksack geblieben. Von Tengboche geht es eine halbe Stunde wieder runter (nervt manchmal), allerdings durch einen wunderschönen halbhohen Wald. Danach geht es stetig, langsam nach oben. Steiler geht es dann noch einmal für anderthalb Stunden hoch nach Dingboche. Die Vegetation ändert sich im Bereich von 3800 4200 Metern. Der Hochwald (vorrangig Kiefern) verlässt uns ab circa 4000 Metern, ebenfalls die niederen Bäume. An die Stelle treten dann viele kleine Blumen und Büsche. Das ermöglicht bei sonnigem Wetter weite Blicke in die einzelnen Täler, nach vorne und nach hinten natürlich auch. Die gesamt Zeit begleitet uns der Imja Khola. Ortsansässige Sherpas, die hier immer wohnen, bekommt man nur selten zu Gesicht. Um diese zu treffen, muss der Hauptweg verlassen werden. Dingboche ist eine Ansammlung von Hotels und Lodges. Dazwischen befinden sich immer wieder Felder (derzeit vorrangig Kartoffeln) und alte verlassene Lodges. Dingboche ist ein langgezogenes Dorf, der Dorfweg ist eingerammt von zwei ein Meter hohen Mauern Schutz gegen Wind und Schnee. Es braucht circa 20 Minuten das Dorf zu durchqueren. Übernachtung im Dingboche Guest House. Klein und fein, nette Bedienung, warmes Wasser zum Duschen. Eine Duschkonstruktion, wie man sie sicherlich nur einmal vorfindet.

11. Tag 18.07.2011 Dingboche Thokla Lobuche
4410 Meter 4624 Meter 4910 Meter
Beginn 07:00 Uhr Ende 13:00 Uhr
Es war wieder ein sonniger und wolkenloser Himmel. Alle Berge waren zu sehen und noch wichtiger, alle Klamotten waren trocken. Gleich hinter Dingboche geht es leicht hoch. Die Vegetation ist nur noch buschig und blumig. Oben angekommen geht es auf dem Höhenweg weiter. Sehr schöner und sehr leichter Weg. Die Höhe wird einem hier nicht vermittelt. Trotzdem heißt es langsam und gleichmäßig zu gehen und öfters kleine Pausen einzulegen. Das Wetter schlägt hier oben sehr schnell um, der Nebel und die Wolken ziehen sich schnell vor die Schneeberge, geben aber immer wieder den Blick auf sie frei für besondere Photos. Hier begegnen wir den ersten Yak und Naks mit ihren gerade geborenen Nachwuchs. Sherpas haben ihre Hütten hier gebaut und betreuen ihre Herden von 10 15 Stück. Die Milch bekommt einmal der Nachwuchs und aus dem Rest wird Frischkäse gemacht, der dann in Namche auf dem lokalen Bhasar angeboten wird. Vorsicht bei Kontakt zu Mutter Nak und Kind. Mütter verteidigen ihre Kinder. Unten im Tal begleitet uns der rauschende Fluss. Nach diesem Erlebnis geht es direkt nach Thokla bergauf. Ein Steinweg, der kaum erkennbar ist, aber seine Kraft fordert. Der Anstieg dauert je nach Kondition 1½ Stunden. Oben angekommen trifft man auf ein großes Feld von Chörken und Gedenktafeln für all diejenigen, die beim Auf und Abstieg zum Mt. Everest verstorben sind. Es gibt einen Landeplatz für einen Hubschrauber. Danach geht es leicht steigend im und am Flussbett des Lobuche Khola weiter bis Lobuche. Büsche verschwinden langsam. Blumen werden immer kleiner. Die Berge, der Fluss mit seinen vielen Steinen prägen das Bild. Kleine Erosionen an den Hängen zeigen sich. Abgänge an den Schneebergen sind donnernd zu hören. Hin und wieder zeigt sich einer der weißen Riesen. In Lobuche gibt es einige Hotel aber der Ort ist eine Baustelle. Von Luka an ein gleiches Bild in jedem Dorf. Handwerker (Steinmetze, Tischler/Zimmerleute, Maurer, Lastenträger) reparieren, bauen neu. Erste Yak Karawanen sind in Lobuche zu sehen. Übernachtung in dem Hotel Peak XV. Zimmer wie überall. Preise werden weiter teurer. 1 Liter heißes Wasser = 200 NR. Außerhalb der Saison überlassen viele Besitzer einem Pächter die Lodche/das Hotel und erholen sich in Kathmandu. Der Pächter beaufsichtigt auch die Arbeiten. Weiterhin warmes, leicht windiges Wetter. Fleecejacke nur am frühen Morgen und am Abend beim Essen erforderlich. Atemprobleme in der Nacht. Tip: Sollten sie ein Doppelzimmer alleine haben, die zweite Matratze auf die andere legen. Erhöhter Schlafkomfort.
1. Bemerkung: Morgens nicht vergessen die Arme mit Sonnencreme einzureiben, das gilt auch für die Ohren, wenn sie nicht durch einen Hut bedeckt sind.
2. Bemerkung: Für die Entfernung von Schweiß (Stirn + Hals) sollte man sich in Kathmandu ein entsprechendes Halstuch kaufen.

12. Tag 19.07.2011 Lobuche Lobuche Pass Gorak Shep Kalla Patthar
4910 Meter 5110 Meter 5140 Meter 5550 Meter
Beginn 07:00 Uhr Ende 16:00 Uhr
Eine einfache Bergwanderung bis Gorak, erschwert natürlich durch ständige Steigerung der Höhenmeter und die Steinwege. Wir wandern entlang den Khumbu Glacier, ohne diese allerdings zu sehen. Erst später werden sie sich zeigen. Ein langer Strom von Eis, teilweise unterbrochen von Öffnungen, die an einen Tunnel erinnern. Ringsherum zeigen sich manchmal die Schneeberge (Wetter ist nicht klar) oder die Schnee/Geröllabgänge sind laut zu hören. Der Aufstieg zum Kalla Patthar heißt übersetzt schwarze Steine hat es in sich. Zu Beginn zeigt der Weg sich noch von der leichten Seite, doch nach einer Stunde sind es wieder die vielen Steine, die teilweise einen Weg erahnen lassen. Sinnvoll nach oben sind viele kleine Pausen einzulegen und einen Zickzack Weg zu gehen. Entspannung im Gehen. Die Sicht auf die Berge entschädigt natürlich. Jeder Schritt nach oben macht die Luft dünner! Oben angekommen gibt es die Sicht auf das Ziel dieses Trecks, den Mt. Everest, auf all seine kleineren Brüder und Schwestern und natürlich auf die verschiedenen Gletscherfelder. Das Everest Base Camp liegt hinter einem Höhenzug, so dass man das Camp nur erahnen kann. Der Rundblick gibt einem aber einen Gesamteindruck all derer Informationen, die man sich vorher aus Buch und Speziallandkarte erlesen hat. Übernachtung in dem Snowland Highest Inn. In Gorak Shep gibt es einige Hotel und einen großen Platz mit hellem Sand.
Da es die folgende Nacht und den folgenden Tag geregnet hat, habe ich auf das Everest Base Camp verzichtet. Hin und zurück benötigt man circa einen halben Tag.

13. Tag 20.07.2011 Gorak Sheep Pangboche
5140 Meter 3930 Meter
Beginn 07:00 Uhr Ende 14:45 Uhr
Der Abgang von Gorag Sheep bis nach Pangboche war regnerisch, wenig Sicht und kalt. Beeindruckend die Zeit im Bett des Duth Khola und am Hang entlang. Für den Abgang haben wir den Weg von Thokla über Pheriche gewählt. Übernachtung Everest View Lodge.

14. Tag 21.07.2011 Pangboche Namche Bhasar
5140 Meter 3930 Meter
Beginn 07:00 Uhr Ende 14:30 Uhr
Wetter war am Vormittag sonnig am Nachmittag sehr neblig.
Übernachtung im The Nest at Namche. Diesmal in einem Zimmer mit Nasszelle. Die Nasszelle war nicht zu empfehlen. Hat gestunken.

15. Tag 22.07.2011 Namche Bhasar Lukla
3930 Meter 2840 Meter
Beginn 07:00 Uhr Ende 16:00 Uhr
Dieser Tag stand unter mehreren Aspekten der Duth Khola hat uns mehr oder weniger den Tag begleitet, mal rauschend laut, mal mehr im Hintergrund, aber immer präsent. Viele Brücken haben wir heute überquert man könnte diesen langen Teilabschnitt auch den Brückentag nennen. Ein wirklich gutes Training für jeden, dem es an Selbstsicherheit fehlt. Einfluss der Südkoreaner in dem Gebiet. Einmal der Bau einer med. Versorgung und dann immer wieder der Hinweis auf koreanisch/nepalesische Kooperationen zur erfolgreichen Besteigung des Mt. Everest. Und der Tag des Regen. So intensiv und viel, wie wir ihn auf der gesamten Strecke nicht erlebt haben. Und der Tag des letzten Blutegels, direkt am Hals. Habe geblutet wie angestochen. Der Treck bewegt sich lange in der Höhe von 2600/2500 Metern bis er dann vor Lukla noch einmal für eine Stunde ansteigt. Lukla ist ein Straßendorf, langgezogen, an dessen Ende der Flughafen liegt. Übernachtung im Khumbu Resort, nahe dem Flughafen. Zimmer mit Nasszelle. War gut, allerdings war das Wasser kalt. Dafür war Stromanschluss auf dem Zimmer. Wichtig zum Aufladen von Akkus.
1. Bemerkung: Zum Abflug muss man morgens um 06:00 Uhr am Flughafen sein.

16. Tag 23.07.2011 Lukla Kathmandu
2840 Meter 1350 Meter
Beginn 06:00 Uhr Ende 10:00 Uhr
Unser Abschluss. Welch eine Tour. Sie ist mehr als grenzwertig gewesen. Sie hat alle Reserven gefordert, viel eigene Überwindung gefordert, aber auch Motivation für andere gegeben. Eine Tour, die vieles fordert und somit eine hohe Hürde an Anforderungen stellt. Kopf und Körper müssen wollen, Ausdauer sollte für die Zeit ausreichend sein, eigene Belastbarkeit vorhanden sein, stabile Gesundheit ist erforderlich, robuste Empfindlichkeit, hohes Vertrauen zu sich selbst kurz stabile Persönlichkeit. Vieles von dem findet sich in dem ersten Bild des Flughafens von Lukla wieder. Von dort soll ein Flugzeug starten, geschweige denn landen, ohne mich die erste Reaktion. Eine ähnliche Empfindung hatte ich schon vorher bei der einen oder anderen Hängebrücke. Die Startbahn ist leicht ansteigend, circa 280 Meter lang und direkt abfallend am Ende der Startbahn. Bei gutem Wetter kein Problem für die kleinen Maschinen (16 Passagiere, 2 Piloten, 1 Stewardess). Wir hatten gutes Wetter. Buddha sei Dank. Das viele drehen der Gebetsmühlen auf dem Trekk hatte hier seine volle Wirkung. Die Maschine der Agni Air benötigt circa 26 Minuten bis Kathmandu. Von oben ist es möglich einen Teil des Trecks wieder zu erkennen (der Guide hilft einem dabei). Übernachtung im Tibet Guest House (Zimmer 202). Wie immer ein Zuhause und sehr liebenswert.
1. Bemerkung: Auf dem Trekk kommt man an vielen Mani Mauern, Mani Steinen, Stupas, Chörken, großen und kleinen Gebetsmühlen vorbei. Diese heiligen buddhistischen Stätten werden immer links herum umgangen. Vorrangig findet man sie in der Höhe zwischen 2000 und 4000 Metern.

YAI NEPAL im Jahre 2011- Juli

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